"Es gibt die Bilder, die man im Kopf hat aus den Magazinen, die Schönheitsideale und die Marken, die man haben will und das, was gerade in ist, oder der iPod... Im Prinzip ist es sehr uniform und nur scheinbar individuell Es gibt dann doch wenig Individualisten, die auf all das scheißen..." Quelle dRadio
In iCool hat Ric Graf aufgeschrieben, was es heißt, heute jung zu sein. In 15 Kapiteln, von «I Am Young» bis «… And I Am Lost», zieht er eine radikal subjektive Zwischenbilanz seiner Jugendjahre. Nora Tschirner: «Was bleibt von dieser Generation übrig, wenn man Coolness subtrahiert? Welche Ideale, Ängste und Unsicherheiten? Entlarvend, ehrlich und angenehm unzynisch konfrontiert er sich und uns mit seinem von Latte-Macchiato-Gesprächen und Clubabstürzen geprägten Alltag. Eine Realität zwischen tausend Bekanntschaften und totaler Einsamkeit.»
Infos zum Buch... Mitschriften eines Generationengespräch mit Ric findest du unten...
Cellcast Interview mit Ric Graf findest du hier
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Erwachsen werden, das heißt: Freiheit und Angst. Lust und immenser Druck. Versuchung und Gefährdung. «Was weiß du denn, wie ich lebe, was es heißt, heute zu leben!» Keinen Satz aus dem Mund ihres Kindes hassen Eltern mehr als diesen. Dabei ist es höchstens halb richtig, dass die Kids heute «weiter», «reifer» sind als die Jugendlichen früherer Generationen.
«Wer heute vierzehn ist, weiß alles über Liebe, über die Gefühle, über den Arbeitsalltag – obwohl er noch nicht geliebt
hat, wenig gefühlt und gar nichts gearbeitet hat. Das hat es noch in keiner anderen Generation gegeben.» (FAS) Claudius Seidls Blitzdiagnose dürfte Ric Graf unterschrieben.
«Immer Jüngere schlafen miteinander, die erste Zigarette rauchen viele in der Grundschule, der erste Schluck Alkohol löst bei den Feiern der Zwölfjährigen die Cola ab. Es geht schneller um Sex, Klamotten, Partys und Drogen. Wir sollen sehr jung möglichst alles vom Leben wissen.»
Und doch gibt es diese lähmende Schwellenangst: die Angst, Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen; die Angst, keinen Lebenssinn zu finden, für sich nicht herauszufinden, was wirklich wichtig und wertvoll ist. iCool ist keine affirmative Bestandsaufnahme jugendlicher Befindlichkeiten.
Immer ist bei Ric Graf das ernsthafte Suchen nach dem eigenen Weg mit. Warum haben sich die Eltern getrennt, als er noch ein Kind war? Wie nah er seiner krebskranken Mutter vor ihrem Tod? Hätte er verhindern können, dass sich Constantin umbringt? Und wie balanciere ich mein Leben aus, um nicht irgendwann aufzuwachen und mich vor einem gähnenden Abgrund stehen sehen?
Marc traf für dich Ric bei einem Generationengespräch im Bundestag
Demographischer Wandel als Chance - ein Generationengespräch; es diskuttierten: Britta Hasselmann (Grüne: demographischer Wandel und Altenpolitik); Franziska Eichstädt-Bohlig (Grüne: Stadtplanerin); Roland Tichy (Journalist: Handelsblatt) und Ric Graf (Jungautor,ehem. Schülersprecher)
Wie kommt der demographische Wandel bei den Menschen an?
Ric Graf: Ich sehe in meinem Umfeld viele Jugendliche die sich schon mit 21 Jahren mit Rente befassen. Man ommt heute oft in Berührung mit solchen Themen. Ich finde es schön und gehe positiv damit um.
Franziska Eichstädt-Bohlig: Man sollte nicht quantitativ über die Auswirkungen des demographischen Wandels reden. Klar ist, e vollzieht sich ein Wertewandel. Failie, fehlende Bidung, Medien, Musikkonsum, Sex, Geld und die Fähigkeit mit knappen Ressourcen umzugehen schulen uns und prägen uns immer weiter.
Roland Tichy: Schon in meinem im Jahr 2000 veröffentlichten Buch hae ich festgestellt, dass es seit 4 jahren eine Vielzahl von Antworten gibt. Man merkt die demographie nicht, da alle älter werden, obwohl wir sehr bestimmt sind vom Wandel. Eine gedankliche Umstrukturierung ist in unserer heutigen Gesellschaft notwendig.
Ist es selbstverständlich, das wir zur Minderheit gehören werden - egal ob alt oder jung?
Ric Graf: Wir sehen ja den neuen "anderen" Umang mit Konsum. Ich finde es streitbar verschieden Lebensansätze zu unterstellen. Die Einheit ist in den Familien da und wird als klar angesehen. Allerdings steigt die "Politikverdrossenheit"; viele Probleme werden zu eigenen noch größeren Problemen. Man sollte durchaus als Gesellschaft denken.
Franziska Eichstädt-Bohlig: Klar, die Gesellschaft muss durchaus lernen mit knappen Ressorcen umzugehen. Diese Lernprozess wird uns ja schon durch ie Realität gelehrt. Doch wir Älteren müssen vor allem was tun, damit was für Jüngere und deren Zukunft übrig bleibt.
Roland Tichy: Es gibt halt zwei verschiedene Ebenen. In der individuellen Ebene hat sich das Verhälnis ziemlich entspannt. Durch unsere kriegsergangenheit ist zwar eine Kluft entstanden. Diese schließt sich allerdings langsam. Auf der gesellschaftlichen Ebene seih es da anders aus. Die Massenarmut wird wieder kommen, eine Verknappungsdebatte werden wir führen müssen und die Altersarmut ist ein folgliches Rsultat daraus.
Ändert sich das Bild der Familie? Sie ist schon längst nicht mehr wie die vor 30 Jahren.
Franziska Eichstädt-Bohlig: Freunde sind schon längst wichtiger als Familie, aufgrund der Patchwork-Familien. Allerdings wird eine festere sozialere Bindung wichtiger.
Ric Graf: Familie ist noch immer ein großer wichtiger Wert, obwohl der große Rahmen der Familie als solches nicht mehr vorhanden ist. Die Familie muss attraktiver gemacht werden. Es kann nciht sein das Versorgung und Sicherheit hinten runter fallen. Meine Sorge ist, dass alles im Großen und ganzen gesehen wird. Jugendarbeitslosigkeit und Studiengebühren sind die Themen die dann nicht auftauchen. Die Frage ist wie man Sozialstaat heute definiert.
Roland Tichy: Die Grünen haben das so schön gesagt: "Für uns ist Familie dort wo Alt und Jung freiwillig Verantwortung übernimmt." Ich finde mann sollte es weiter betrachten. Es finden vermehrt Versuche statt private Netzwerke aufzubauen, da es keine öffentlichen Netzwerke gibt. Es wird teurer das Rausgehen zu finanzieren, da eine Privatisierung der Versorgung sattfindet und dadurch weiterhin eine Ungleichheit entsteht.
Ach ja und noch eine Weisheit von Roland Tichy:
- der Fernsehsender mit den ältesten Zuschauern ist ZDF mit dem Alterdurchschnitt von 62 Jahren
- der Bierkonsum steigt
- der Tageszeitungskonsum sinkt um 1% pro Jahr - er wird in den nächsten 30 Jahren von 80% auf 10-15% runtergesunken sein
- die Mercedes A-Klasse verkauft sich super - man kann sowohl den Kinderwagen als auch den Rollstuhl hinten in den Kofferraum packen
Für alle die übrigens mal wirklich wissen wollen was unsere Generation bewegt- kauft dieses Buch! ich finde es sehr gut!
